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Mukuzani ist einer der berühmtesten Rotweine Georgiens und eine der klassischen Herkunftsbezeichnungen (Appellationen) der Weinregion Kachetien. Der Wein wird zu 100 Prozent aus Saperavi-Trauben gekeltert und ist immer trocken. Mukuzani ist bekannt für seine tiefe Farbe, seinen kräftigen Geschmack und seine samtigen Tannine, ganz gleich, ob der Wein im Tank, im Fass oder im Qvevri bereitet wird.

Die Appellation liegt am rechten Ufer des Flusses Alazani. Sie erstreckt sich in südöstlicher Richtung vom Dorf Kakhipari bis zum Dorf Bakurtsikhe. Im 19. Jahrhundert gehörte Mukuzani zum Landgut der Familie Chavchavadze. Die Mukuzani-Weine wurden damals an mehrere europäische Königshäuser geliefert. In der Sowjetzeit wurde Mukuzani zu einer der begehrtesten „Weinmarken“ des Landes.
Ursprünglich war das abgegrenzte Gebiet klein. Nach 1910 wurde es um die Dörfer Mukuzani, Zegaani und Velistsikhe erweitert. 2014 folgte eine zweite, deutliche Erweiterung um Teile von unter anderem Akhasheni, Vazisubani und Shashiani. Die Herkunftsbezeichnung umfasst heute etwa 246 Hektar.
Die Weinberge von Mukuzani liegen zwischen 250 und 800 Metern Höhe. Mukuzani ist spürbar wärmer als die Gebiete weiter flussaufwärts: Der Frühling beginnt hier früher, und im Sommer liegt die Temperatur etwa zwei Grad höher. Um frischere und elegantere Weine zu erzeugen, pflanzen immer mehr Winzer weiter oben an den Hängen.
Das Gebiet gliedert sich in zwei Zonen. Die höchste Zone auf 500 bis 800 Metern an den Ausläufern des Gombori-Gebirges gilt als die beste. Der Boden besteht dort aus humusreichem Kalkboden mit rotem Ton in der Oberschicht und weißem Ton im Untergrund, der in trockenen Sommern die Feuchtigkeit gut hält. Nadarbazevi und Tsalmiani, direkt oberhalb des Dorfes Mukuzani, gelten als die besten Lagen. In dieser Zone liegt auch Château Zegaani, ein Teil des alten Chavchavadze-Landguts, das seit 1998 vollständig restauriert ist. Große Erzeuger wie Tbilvino und Telavi Marani Wine Cellar haben hier Weinberge auf felsigem Kalkboden. Die tiefere Zone rund um das Dorf Velistsikhe auf etwa 400 Metern liegt in einer Ebene. Im Sommer ist es dort drückend heiß, und zum Fluss hin wird der Boden nasser und schlammiger, sodass sich dieser Teil weniger für Spitzenweine eignet.
Mukuzani ist traditionell ein kräftiger Saperavi, der vom Holzausbau profitiert. Früher reifte der Wein drei Jahre, bevor er verkauft wurde. Diese Pflicht wurde abgeschafft, sodass der Wein heute schneller auf den Markt kommen kann – zum Bedauern mancher traditioneller Winzer.
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