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Italienischer Wein lässt das Herz des wahren Weinliebhabers höher schlagen. Denn Italien hat einiges zu bieten. Hunderte vergessener Rebsorten, ein Flickenteppich einzigartiger Weinregionen, jahrhundertealte Traditionen und eine Vielzahl von Winzern, die ihre Betriebe in den letzten Jahren gründlich modernisiert haben. Italienischer Wein ist spannender denn je, es gibt so viel zu entdecken.

Italien lässt sich nicht leicht in wenigen Worten zusammenfassen, denn als Weinland ist es unglaublich vielfältig. Seit über 2.000 Jahren wird im ganzen Land Wein produziert. In jeder Ecke Italiens findet man einen Weinberg. Jede Region hat ihre eigenen Rebsorten und lokalen Spezialitäten.
Die berühmtesten italienischen Weine werden im reichen Norden hergestellt. Wie der Amarone und der Prosecco aus Venetien und der Barolo und der Barbaresco aus dem Piemont. Weniger bekannt ist das Aostatal; eine kleine Region an der Grenze zur Schweiz mit den höchstgelegenen Weinbergen Europas. An der Grenze zu Österreich liegt Südtirol, wo hervorragende Bergweine, beispielsweise aus der Lagrein-Traube, hergestellt werden. Weiter östlich, an der Grenze zu Slowenien, im Friaul können Sie ausgefallene Weine von innovativen Winzern trinken.
Im Zentrum Italiens dominiert die Toskana. Ein wunderschönes, großes Weinbaugebiet, in dem der Chianti aus der berühmten Sangiovese-Traube in den letzten Jahren einen spektakulären Qualitätssprung gemacht hat. Im Schatten der Toskana tauchen in Umbrien und den Marken erschwingliche Weine aus weniger bekannten Trauben wie Verdicchio und Montepulciano-Traube auf.
Die vielleicht größten Veränderungen finden derzeit in den südlichen Provinzen Italiens statt. In der Region Kampanien rund um Neapel entstehen bemerkenswerte Qualitätsweine aus jahrhundertealten Qualitätstrauben wie Aglianico, Greco und Fiano. Apulien, im 'Absatz des Stiefels', produziert kräftige und erschwingliche Rotweine aus Negroamaro, Primitivo und Uva di Troia. In Kalabrien, dem 'Fuß des Stiefels', wird aus der Sorte Gaglioppo purpurroter Wein, aber auch aus der Sorte Greco herrlich süßer italienischer Wein gekeltert.
Auch die beiden italienischen Inseln Sardinien und Sizilien sind Beispiele für die Renaissance des italienischen Weines. Besonders Sizilien. Es hat sich mit wunderschönen trockenen Weinen wie den roten Kraftpaketen Nero d'Avola und Weißweinen aus den vielen einheimischen Trauben der Insel neu erfunden. Auf Sardinien haben Spanier, Byzantiner und Araber den Weinanbau geprägt. Eine unglaubliche Vielfalt, aber noch zu klein für den Export im großen Stil.
Die Zahl der autochthon in Italien vorkommenden Rebsorten geht in die Hunderte. Die meisten davon sind bei uns noch nahezu unbekannt. Das macht Italien zu einem so spannenden Weinland.
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