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Der Tai Rosso ist eine italienische Rebsorte, aus der Rotwein gekeltert wird. Das sagen die Italiener. Aber genetisch scheint es sich um dieselbe Traube zu handeln wie die französische Grenache und die spanische Garnacha. Und genau wie in Spanien verleiht es Weinen ein Aroma von Blaubeeren, Schwarzkirschen, gerösteten Nüssen, Honig, Pfeffer, Kräutern und Gewürzen.
Der Tai Rosso wird in Italien seit Jahrhunderten angebaut. Früher hieß es Tocai Rosso, aber man hielt das für irreführend in der ungarischen Weinregion Tokaj. Der Name wurde verboten. Und seitdem reden die Italiener liebevoll über Tai Rosso. Man findet es in Venetien, Apulien und Marken. Nicht im großen Stil. Mehr als 600 Hektar Weinberge in Italien wurden mit Tai Rosso bepflanzt.
Tai Rosso mag genetisch mit Garnacha, Grenache und (auch) Cannonau auf Sardinien identisch sein, aber das bedeutet nicht, dass er gleich schmeckt. Weinpflanzen passen sich im Laufe der Zeit an das Klima und den Boden des Weinbergs an. Und auch der Geschmack des Weines verändert sich. Wie sich der Tai Rosso geschmacklich im Vergleich zu Garnacha, Grenache und Cannonau schlägt, das scheint ein gutes Thema für eine Wein-Abschlussarbeit zu sein...
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