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Die Hügel um Monferrato waren einst Inseln in der Adria. Heute wird aus diesen Weinbergen einer der begehrtesten Aperitif- und Dessertweine Italiens hergestellt: Moscato d'Asti. Ein weicher Schaumwein mit einem üppigen Duft nach Muskatnuss und Orangenblüte. Rotwein wird im Monferrato hauptsächlich aus der Barbera-Traube hergestellt.

Den Moscato d’Asti aus der Traube Moscato Bianco gibt es in unterschiedlichen Qualitätsstufen, die weit über die Qualifikation als Tafelwein hinausgehen können. Der Spumante ist der Beste und wird hier seit dem 19. Jahrhundert nach der traditionellen Methode mit einer zweiten Gärung in der Flasche hergestellt. Der Großteil der Trauben wird an große Winzer verkauft. Nur wenige Winzer stellen Wein aus ihren eigenen Trauben her.
Viel neuer ist sein rotes Gegenstück: der Brachetto d'Acqui. Obwohl die Brachetto-Traube bereits zur Römerzeit in der Region angebaut wurde, wurde erst in den 1960er Jahren ein leicht süßer Schaumwein daraus hergestellt, der sich hervorragend mit Desserts aus frischen (roten) Früchten kombinieren lässt.
Die Barbera-Traube wird seit dem 13. Jahrhundert in den Hügeln rund um Monferrato angebaut und kann daher als in der Region heimisch bezeichnet werden. Der Barbera ergibt einen würzigen Rotwein, der in Duft und Geschmack an Sauerkirschen erinnert. Insbesondere seitdem es den Winzern gelungen ist, die Säure durch Barriquefässer und die so genannte 'malolaktische Gärung' abzumildern, erfreut sich Barbera rasch zunehmender Beliebtheit. Der Barbera aus Asti ist heller in der Farbe und leichter im Geschmack als der aus dem etwas weiter entfernten Alba.
Neben der Süße des Moscato und dem Rot des Barbera wird in der Region auch guter Wein aus den Trauben Cortese, Freisa, Grignolino und Ruchè produziert. Der weiße Cortese wächst unter anderem rund um die gleichnamige Stadt und hat dort eine eigene DOCG: Cortese di Gavi. Die weiße Freisa ist im Laufe der Zeit etwas in Vergessenheit geraten, kann jedoch schöne konzentrierte Weißweine hervorbringen, die teilweise auch im Holz ausgebaut werden. Der Grignolino erbringt hellrote, frische Weine, die jung getrunken werden. Der Ruchè ist unbekannt und wurde nur knapp vor dem Aussterben bewahrt, sodass wir sein üppiges Aroma nach roten Früchten und Hagebutten noch immer genießen können.
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