Mit Ihrer Einwilligung verwenden wir Cookies und ähnliche Technologien von Google (Google Analytics und Google-Ads-Conversion-Messung) sowie StatCounter, um die Nutzung unserer Website zu analysieren. Dabei können Daten auch in die USA übermittelt werden. Ihre Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit über „Cookie-Einstellungen“ am Ende der Seite widerrufen werden. Datenschutzerklärung · Impressum
Samegrelo, auch als Mingrelien bekannt, liegt im Nordwesten Georgiens zwischen dem Schwarzen Meer und den Bergen Swanetiens. Die Gegend hat eine reiche Weingeschichte, ist heute aber vor allem für Tee und Zitrusfrüchte bekannt. Das Potenzial des Terroirs in Samegrelo ist noch kaum ausgeschöpft. Gerade das macht die Region für die Zukunft interessant.

In der Antike gehörte Samegrelo zum Königreich Kolchis, später zum georgischen Königreich. Vom 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war es ein unabhängiges Fürstentum. 1804 wurde der regierende Fürst ein Vasall des russischen Zaren. Später wurde das Fürstentum aufgelöst und ins Russische Reich eingegliedert. Die mingrelische Kultur, Küche und Identität sind bis heute stark präsent. Die Bewohner haben sogar eine eigene Sprache, das Mingrelische, und sind meist zweisprachig. Die wichtigsten Städte sind Sugdidi und die Hafenstadt Poti.
Das Klima ist feucht und subtropisch. Warme, feuchte Luft vom Schwarzen Meer kühlt an den bewaldeten Berghängen ab, sodass viel Regen fällt. Es gibt zwei Zonen: das flache Tiefland von Kolchis bis etwa 130 Meter Höhe und die höher gelegenen Flusstäler weiter im Landesinneren. Entlang der Flüsse Techuri und Abascha geht das flache Land in Berge mit Kalksteinfelsen über.
Die Böden bestehen vor allem aus Krasnosem, einem fruchtbaren, roten, eisenhaltigen und humusreichen Boden. Daneben gibt es Lehm-, Ton- und Kalktonböden. An den Hängen und in den Bergen enthält der Boden mehr Kalkstein.
Im 19. Jahrhundert waren die frischen, lebendigen Rot- und Weißweine aus Mingrelien sehr beliebt. Die Reben wuchsen traditionell an Bäumen empor, oft an Obstbäumen, und konnten beeindruckende Höhen erreichen. Diese Blütezeit des Weins aus Samegrelo war jedoch nur von kurzer Dauer. Samegrelo gehörte zu den ersten Regionen, die von Pilzkrankheiten und danach von der Reblaus heimgesucht wurden.
Viele autochthone Sorten wie Chvitiluri wurden durch die amerikanische Isabella-Traube und andere Hybriden ersetzt. Tsolikouri, Ojaleshi und Mtsvane blieben dagegen im Anbau. Tsolikouri gewann an Beliebtheit, weil die Sorte widerstandsfähiger gegen Pilzkrankheiten ist. In der Sowjetzeit mussten viele Weinberge Teeplantagen und Obstbäumen weichen. Viel Wissen über die autochthonen Sorten und Traditionen ging verloren.
Die traditionelle Weinbereitung ähnelt der im benachbarten Gurien. Der Wein wird in offenen Kellern unter freiem Himmel bereitet, in Qvevris, die hier Lagvani heißen und im Boden eingegraben sind. Große Weingüter, die in Samegrelo Wein erzeugen, gibt es nicht. Größere Erzeuger kaufen hier allerdings Trauben von Winzern. Den Kleinbauern fehlen oft die Mittel und die Menge, um selbst Wein abzufüllen. Auf dem Papier könnte Samegrelo mit professioneller Weinbergsarbeit und genügend Wissen über die Weinbereitung seinen alten Ruf zurückgewinnen. Eine kleine Gruppe von Enthusiasten macht dabei gerade die ersten Schritte.
Rebsorten
Österreichische Trauben Alle Trauben Deutsche Trauben Französische Trauben Griechische Trauben Italienische Trauben
Weinländer
Ägypten Österreich Algerien Argentinien Armenien Bosnien Brasilien
Libanon Luxemburg Marokko Moldawien Montenegro Nordmazedonien
Informationen
© AndereWeine 2008 - 2026. Texte oder Bilder dürfen ohne unsere Zustimmung nicht wiederverwendet werden.
